Heilwig Stiftung
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In ihrer Namensgebung greift die Heilwig Stiftung ein Stück ältester Hamburger Stiftungsgeschichte auf. Gräfin Heilwig, geborene zur Lippe, war die Gemahlin des Grafen Adolph IV von Holstein und Schauenburg. Er steht für den Ursprung des Hamburger Stiftungswesens.

Graf Adolph IV verteidigte 1227 die Länder Holstein, Stormarn und damit verbunden die Stadtherrschaft von Lübeck und Hamburg gegen den dänischen König Waldemar II. Der Legende nach bat der Graf im Angesicht einer drohenden Niederlage in der entscheidenden Schlacht die Schutzheilige des Tages, Maria Magdalena, um Hilfe. Er versprach, im Falle eines Sieges in Hamburg ein Kloster zu errichten. Der Graf ging schließlich siegreich aus der Schlacht hervor. Er stiftete mit St. Maria-Magdalenen das älteste Kloster Hamburgs und trat selbst als Mönch in das Kloster ein. Damals wurde auch das „Hospital zum Heiligen Geist“ gestiftet. Es gilt heute als die älteste Stiftung Hamburgs. Seinen Stiftungstag datiert es mit Bezug auf den historischen Sieg des Grafen auf den 22.7.1227.

Gräfin Heilwig folgte ihrem Mann in das klösterliche Leben. Auf dem Gelände des Dorfes Herwardshude gründete sie 1246 ein eigenes Zisterzienserinnenkloster. Nicht nur Gräfin Heilwig stiftete ihr Vermögen. Auch die Bürger der Stadt Hamburg waren dem Kloster „Herwardshude“ wohlgesonnen. Sie stifteten Geld, Ländereien und sonstige Besitztümer. Die Klosterfrauen prägten fortan ihre gesamte Umgebung. Der Stadtteilname Harvestehude sowie zahlreiche Straßennamen wie Heilwigstraße, Klosterstern, Nonnenstieg, Abteistraße, Frauenthal und Jungfrauenthal zeugen bis heute von ihrem Einfluss.

Im Laufe der Zeit nahmen der Reichtum und das Ansehen des Klosters der Gräfin Heilwig weiter zu. Mit den Dörfern Ohlsdorf, Barmbek, Bramfeld, Borstel, Eimsbüttel, Niendorf, Eppendorf und Winterhude übertraf sein Grundbesitz die Fläche Hamburgs um ein Vielfaches. In der Reformation wurde dem Kloster das Haus am Frauenthal weggenommen. Es erhielt stattdessen ein anderes Gebäude, St. Johannis, am heutigen Rathausmarkt. Im Jahr 1914 kehrte das Kloster St. Johannis schließlich zu seinen Wurzeln zurück: in den Stadtteil Harvestehude in die nach seiner Stifterin benannten Heilwigstraße.

Gräfin Heilwig lebte bis zu ihrem Tod als Nonne und Helferin der Armen und Kranken in ihrem Kloster. Die Heilwig Stiftung gedenkt mit ihrer Namensgebung dem humanitären Engagement der Gräfin Heilwig und dem prägenden Einfluss ihrer Stiftung auf die Stadt Hamburg. Diese Tradition schließt auch den Kreis zum „Hospital zum Heiligen Geist“ als der ältesten von mittlerweile über 1000 Stiftungen in der „Stiftungshauptstadt“ Hamburg.

 

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